Konzept des Hachenburger Jugendparlaments auch auf den Kreis übertragen

Fraktion

Im Jugendparlament der Verbandsgemeinde Hachenburg sitzen engagierte junge Bürgerinnen und Bürger, die nicht nur großes Interesse an der Kommunalpolitik haben sondern sich auch aktiv für Jugend-Projekte in der VG einsetzen.
Diesen Eindruck nahmen Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion aus einem Gespräch mit Vertretern des Jugendparlamentes mit.

Seit der ersten Zusammenkunft im Jahre 2009 ist einiges auf Initiative des Jugendparlaments auf den Weg gebracht worden, berichtete Verbandsbürgermeister Peter Klöckner seinen Fraktionskollegen aus dem Kreistag.
Clemens Wagner vom Jugendparlament verwies auf den „Endlich 18!“- Empfang, zu dem alle, die im jeweiligen Kalenderjahr volljährig werden, eingeladen sind, um mit den im VG-Rat vertretenen Fraktionen ins Gespräch zu kommen und die kommunalpolitische Arbeit kennenzulernen.
Die Einrichtung des Jugendtaxis für die Verbandsgemeinde war nicht nur eine Idee aus dem Jugendparlament. Hier wurde das komplette Konzept entworfen, von den Jugendlichen selbst in den Verbandsgemeinderat eingebracht und dann von diesem beschlossen. Auf Anregung aus der Runde sagten die beiden Verbandsbürgermeister Peter Klöckner und Jürgen Schmidt zu, eine Regelung für die Bezuschussung der „grenzüberschreitenden“ Fahrten der Jugendtaxis von Bad Marienberg und Hachenburg zwischen den beiden Verbandsgemeinden zu finden.
Die alljährlich stattfindende Berufsinformationsbörse der VG wird von den Mitgliedern des Jugendparlamentes maßgeblich mit vorbereitet.
Zur Zeit arbeitet das Gremium im Auftrag des VG-Rates am Konzept für die Erweiterung von Räumlichkeiten und Angebot des Jugendzentrums.

Für Johannes Marquardt ist es dabei wichtig, dass das Jugendparlament völlig ohne Hierarchien oder klassische Strukturen auskommt. Die 10 bis 20 regelmäßigen Teilnehmer sind nicht gewählt, sondern kommen aus Interesse und benötigen auch keinen Vorstand oder Sprecher. Aus der Sicht der VG-Verwaltung ist deren Arbeit auf jeden Fall ein Gewinn, sagt die Erste Beigeordnete Gabriele Greis. „Wir bekommen auf vieles eine völlig neue Sichtweise.“

Das wünschen sich die Jugendlichen auch für die Kreisebene. Die Einrichtung eines Jugendparlaments für den gesamten Westerwaldkreis nach dem Hachenburger Modell würde grundsätzlich begrüßt. Wichtig sei allerdings eine gute Betreuung durch die Verwaltung wie in der VG, meint Johannes Marquardt. „Und die erarbeiteten Ergebnisse müssen auch in konkrete Politik umgesetzt werden.“

Peter Klöckner und Jürgen Schmidt kündigten in ihrer Eigenschaft als stellvertretende Vorsitzende der Fraktion an, eine entsprechende Initiative in den Kreistag einzubringen.

 

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