Aus der "Westerwälder Zeitung": „Museum 2.0“ ist in Hachenburg das Ziel

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Vorhaben: Landschaftsmuseum soll räumlich und inhaltlich erweitert werden

Von WW-Zeitungs-Mitarbeiter Matthias Budde

Von „Museum 2.0“ spricht der Museumsleiter Dr. Manfrid Ehrenwerth, wenn er von der räumlichen und inhaltlichen Erweiterung des Landschaftsmuseums Westerwald in Hachenburg spricht. Der geplante Anbau am Hofgartenhaus, Ausstellungen und Aktionstage sollen schwerpunktmäßig der museumspädagogischen Arbeit dienen. Auch die optische Öffnung zum Burggarten soll wieder hergestellt werden 

Die neue Halle soll etwa 120 Quadratmeter Nutzfläche bieten sowie WC-Anlagen und Lagerraum. Um die Baukosten von 587 000 Euro tragen zu können, hat der Westerwaldkreis als Bauherr einen Antrag auf 40-prozentige Kostenübernahme beim Land gestellt. Der SPD-Landtagsabgeordnete HendrikHering äußerte sich bei einem Treffen gegenüber der Museumsleitung und VG-Bürgermeister Peter Klöckner sowie Stadtbürgermeister Karl-Wilhelm Röttig optimistisch. Über den Antrag werde in wenigen Wochen entschieden, und er erwarte einen positiven Bescheid. „Das wäre eine klassische Win-win-Situation“, bemerkte Röttig. Die Bedeutung des „museumspädagogischen Kerngeschäftes“ für Gemeinde und Landkreis hob auch Klöckner hervor.

„Im Jahr veranstalten wir 300 Programme für Kinder wie Basaltwerkstatt, Töpfern oder Spinnen. 70 Kindergeburtstage werden jährlich im Museum gefeiert und erlebnispädagogisch betreut“, erklärte Helga Gerhardus, die Geschäftsführerin der Museen im Westerwald GmbH, und bezifferte die Anzahl der zahlenden Besucher im Jahr auf 16 000. „Gegen den allgemeinen Trend sind die Besucherzahlen bei uns steigend“, ordnete Ehrenwerth diese Zahl ein.

Schülergruppen von 80 bis 100 Personen stellen das Museum zurzeit vor logistische Herausforderungen. Sie müssen in kleinere Gruppen aufgeteilt werden und an unterschiedlichen Orten des Museums zeitgleich beschäftigt werden. „Zukünftig könnten Werkstattprogramme und Events im Neubau durchgeführt werden“, so Ehrenwerth. Durch Öffnung und Erweiterung Richtung Burggarten erhöht sich auch der Spiel- und Freizeitwert eines Museumsbesuchs. Die potenzielle Verweildauer richte sich danach, wie den Bedürfnissen der Kinder entsprochen werde, ergänzte Hering. Wenn alles planmäßig verläuft, könnte der erste Spatenstich im August erfolgen und die Bauarbeiten Anfang 2017 abgeschlossen werden.

 

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