Hendrik Hering: Krankenhausstandort nicht zerreden – Erreichbarkeit und Qualität sind ausschlaggebend

Pressemitteilung

Landtagsabgeordneter plädiert für einen sachlichen Umgang mit der Entscheidung zum Standort

Am 8. November werden weitere Informationen zum neuen DRK-Krankenhaus im oberen Westerwald bekannt. Unter Anderem rechnet die Region mit einer Aussage zum Gutachten und zur Frage des Standorts. Hierzu nimmt MdL Hendrik Hering wie folgt Stellung:  

 „Wir haben vor fünf Jahren einen Fehler gemacht, den wir tunlichst heute so nicht mehr wiederholen sollten“, sagt Hendrik Hering zur immer wieder aufkommenden Debatte um das Gutachten für den neuen Krankenhausstandort, der Nachfolgeeinrichtung für den Verbund Hachenburg/Altenkirchen wird. Damals habe sich die Politik für den jeweils eigenen Standort gegen die Empfehlungen der Sachverständigen und für die Fortführung beider Häuser entschieden. „Das dies schiefgehen kann und die Häuser in Gefahr bringen kann, erleben wir gerade an anderer Stelle im Land, wo Betreiber gleich zwei Häuser eines Verbundes schließen wollen“, so Hering. Daher müsse die Politik aufhören, aus Eigeninteressen die Empfehlungen der Gutachter, die diese rein aus fachlicher Sicht neutral erstellt haben, ständig zu Zweifel zu ziehen.

„Natürlich wird der Weg für die Menschen aus Altenkirchen weiter, aber an der Stelle wird leider immer wieder vergessen, dass auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Verbandsgemeinden Rennerod, Westerburg, Daaden und Bad Marienberg ebenso zum Einzugsgebiet gehören“, erinnert Hering an den Bereich, den das Haus abdecken wird.

„Auch diese Menschen brauchen einen gut erreichbaren Standort. Da kommt man mit dem Argument, Siegen, Herborn, Limburg wären für diese Verbandsgemeinden erreichbar, auch kein Stück weiter, denn erstens hat Rheinland-Pfalz keinerlei Einfluss darauf, wie NRW und Hessen mit Standorten in ihren Ländern umgehen und zweitens braucht das neue Krankenhaus auch diese Menschen um auskömmlich und erfolgreich arbeiten zu können.“, so Hering weiter.

Unstrittig ist, dass der Träger, das Deutsche Rote Kreuz, nicht mehr bereit ist, beide Standorte zu erhalten und zu betreiben. Er steht zum Versorgungsauftrag im nördlichen Westerwaldkreis und im Kreis Altenkirchen, stellt aber fest, dass er nur in einem neuen, größeren Haus die Versorgung wirtschaftlich darstellen und somit gewährleisten kann. Der favorisierte Standort bei Hachenburg liegt genau in der Mitte und von Flammersfeld genauso schnell erreichbar ist, wie von Rennerod – und nur da kommt es an. Ein Neubau als modernes Krankenhaus wird so zu gestalten sein, dass es für Ärzte und Pflegepersonal attraktiv ist, in unserer Heimat zu arbeiten. So erhalten und verbessern wir eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung. Es hat das Potential, sich über ein Krankenhaus der Grundversorgung hinaus, hin zu einem Krankenhaus der Maximalversorgung zu entwickeln. Die Bevölkerung ist in der Frage des Standorts sicher weiter als manche Kommunalpolitiker. Ihnen sind Landkreis oder Gemarkung des Hauses egal, sie wollen ein gut ausgestattetes und schnell erreichbares Krankenhaus – und nur da kommt es drauf an.

 

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